Drei Medaillen und acht Finalteilnahmen für deutsche Trampoliner bei EM

Trampolin Nationalmannschaft

Valladolid – Bei den Finalwettkämpfen am Sonntag setzen die Jugendlichen zwei Höhepunkte mit Silber für Aileen Rösler und Bronze für das Synchronpaar Charmaine Buchholz und Isabel Baumann. Leonie Adam und Kyrylo Sonn holen jeweils sehr gute Platzierungen bei den Erwachsenen.

Am Ende der langen Woche bei den europäischen Meisterschaften in Valladolid können die deutschen Trampolinturner zufrieden nach Hause reisen. Am Sonntag schafft das Synchronpaar Buchholz/ Baumann den perfekten Einstieg in den Tag mit der Bronzemedaille. Durch die sehr gute Synchronität bei der zweitschwersten Übung des Finales konnten sich die Mädels gegen die Konkurrenz durchsetzen. Am Ende stehen für die beiden 43,300 Punkte (E – 16,100, D – 9,000, S – 18,200) in der Ergebnisliste. Das positive Zeichen sollte Motivation für die anderen deutschen Starter sein.

Bei den Erwachsenen hatten sich Silva Müller und Leonie Adam für das Synchronfinale qualifiziert. Sie steigerten ihre Schwierigkeit gegenüber dem Vorkampf auf 7,800 Punkte und zeigen die beste Synchronität des gesamten Finales (gemeinsam mit den siegreichen Französinnen), aber die Steigerung reicht nicht für das Podium. Die vier Paare auf dem Siegertreppchen zeigen Übungen mit einer Schwierigkeit zwischen 11,200 und 12,700 Punkten. Da reicht auch die beste Haltung des Finales (17,600 Punkte) nicht für Adam/ Müller. Am Ende sind es für sie 43,800 Punkte und Platz 5.

Aileen Rösler mit persönlicher Bestleistung zu Silber

Trampolin Nationalmannschaft

Im Einzelfinale der Jugendlichen geht zunächst Matthias Schuldt auf das Trampolin. Er startet seine Übung gewohnt souverän und sicher. Bei Sprung 5 zieht es ihn aber zur Seiten und den folgenden Sprung kann er nicht mehr auf dem Trampolin landen. Durch die gute Sicherheitsstellung des Bundestrainers Jörg Hohenstein bleibt Schuldt aber unverletzt.

Unbeeindruckt vom Übungsabbruch des Teamkollegen feuert Aileen Rösler im Anschluss eine Kürübung heraus, die sie so noch nicht in einem Wettkampf gezeigt hat. Ihre 11,300 Punkte schwere Übung kann sie mit der zweitbesten Haltung des Finales (24,900 Punkte) zeigen. Dazu hat sie die beste Flugzeit des gesamten Feldes mit 15,940 Punkten. Sie muss sich nur der Russin Meri Golota geschlagen geben, die eine fast perfekte Übung präsentiert. Die Silbermedaille ist verdient und wird durch das Team entsprechend gefeiert.

Bei den Erwachsenen steigert Kyrylo Sonn die Schwierigkeit seiner Übung noch mal um knapp einen Punkt. Das führt aber dazu, dass er nach dem ersten Triffisrudi kämpfen muss, um seine Übung durch zu bekommen, die er aber mit Miller+ (Doppelsalto mit Vierfachschraube) abschließen kann. Am Ende stehen für ihn 56,860 Punkte (E – 23,100, D – 16,900, T – 16,860) auf dem Tableau.

Die lange Wettkampfwoche und die intensive Vorbereitung konnte man Leonie Adam bei ihrer Finalübung anmerken. Nach drei Trainingstagen in Spanien, Qualifikationsrunde am Freitag, Synchronqualifikation und Einzel-Halbfinale am Samstag und Synchronfinale am Sonntag war der Benzintank bei Adam am Sonntag auf Reserve. Mit 51,785 Punkten (E – 23,100, D – 12,900, T – 15,785) erreicht sie wie Sonn Platz 7. Dennoch war es für Adam und Sonn eine hervorragende EM, die einfach nicht mit den entsprechenden Platzierungen belohnt wurde. Sonn konnte sich erstmalig in ein EM-Finale turnen und seinen neuen Status als Deutschlands Nummer 1 untermauern. Adam zeigt in der Qualifikation und dem Halbfinale eine überragende Form, die sie nun für die in zwei Wochen anstehende Olympiaqualifikation konservieren muss. Bei der EM hat sie schon mal die Athletinnen aus den Niederlanden, Portugal, Ukraine und Frankreich hinter sich gelassen. Der Ball liegt nun in deren Feld, die Konkurrenz muss sich verbessern.

Bilder: Thomas Rösler

Comments are closed.